Zum Inhalt springen

Schwarzspecht

Das Hämmern des Schwarzspechtes  ist unverkennbar. Wo er zu hören ist, gibt es meistens alte Laubwälder. Dank des Schwarzspechtes ist die Artenvielfalt in diesen Wäldern besonders hoch: Viele andere Wildtiere sind als Nachmieter auf die geräumigen Höhlen unserer größten Spechtart angewiesen.

Fakten


#Baumläufer

Lebensweise

Schwarzspechte leben monogam – für eine Brutsaison. Außerhalb der Brutzeit leben sie eher in einer offenen Beziehung, in der sich der Aktionsraum der Revierinhaber großzügig überlappen kann. Ergiebige Nahrungsressourcen werden jetzt sogar freundschaftlich geteilt. Während der Balz und Brutzeit verschmelzen die Teilreviere von Männchen und Weibchen wieder zu einem Kernrevier, und die Freundschaft zu anderen Spechten wird gekündigt.

Schwarzspechte lassen sich im Wald vor allem an ihren Lautäußerungen erkennen. Ihre charakteristischen Rufe, das Trommeln an Baumstämmen und selbst die Geräusche beim Flügelschlag sind unverkennbar. Am häufigsten zu hören ist das krrü… krrü… krrü während des Fluges und der schallende Standortruf ki-jäh. Beide Laute können bei günstiger Witterung noch über einen Kilometer entfernt gehört werden. Während der Balz dient die hohe und metallisch klingende Lautreihe kwihkwihkwihkwi der Revierabgrenzung. Zur innerartlichen Kommunikation zählt auch das Trommeln an bevorzugten Baumstämmen. Die Frequenz kann dabei bis zu 17 Schläge pro Sekunde betragen.

Schon
gewusst?

„Schwarzspechte bauen mit ihrem Schnabel große Baumhöhlen, meißeln die Gänge von Baumlarven auf, und selbst in der Balz ist das Hämmern an Baumstämmen ein wichtiges Ritual. Damit Schwarzspechte bei alledem keine Kopfschmerzen bekommen, sind in ihren Kopf diverse Stoßdämpfer eingebaut: Alle Stöße werden gleichmäßig auf den Ober- und Unterschnabel verteilt und durch schwammiges Knochengewebe an der Schnabelbasis abgefedert.“